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Systembefragungen • Der Bologna-Prozess

Auch wenn die eigentlichen Wurzeln sehr viel weiter zurückreichen: Seinen offiziellen Ursprung hat der Bologna-Prozess in der so genannten Sorbonne-Deklaration im Jahre 1998: Im Fokus steht bis heute der Auf- und Ausbau eines gemeinsamen europäischen Hochschulraums, um bereits vorhandene Potenziale gemeinsam nutzen zu können und neue zu erschließen. Als Grundbedingungen hierfür gelten die Mobilität von Studierenden und des wissenschaftlichen Personals, die Vergleichbarkeit und die Anerkennung der jeweiligen Abschlüsse.

In der nachfolgenden Bologna-Deklaration im Jahre 1999 bekannten sich 29 europäische Nationen zu dem Ziel, bis zum Jahre 2010 einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Die Bologna-Deklaration gab der sich anschließenden Reform ihren Namen: der Bologna-Prozess.

Für Deutschland haben Bund und Länder gemeinsam unterzeichnet und sich damit klar zu dem Ziel bekannt, die Reform des deutschen Hochschulwesens im europäischen Kontext voranzutreiben. Neben konkreten Zielen wie beispielsweise der Einführung eines Leistungspunktesystems (ECTS) oder der Verbesserung der Anerkennung von Abschlüssen wurden für alle zwei Jahre Nachfolgekonferenzen (Prag, 2001; Berlin, 2003; Bergen, 2005) vereinbart, um die erzielten Fortschritte zu bilanzieren. Im Berliner Kommuniqué 2003 wurden darüber hinaus drei Schwerpunktthemen vereinbart:
  • Zweistufiges Studiensystem (Bachelor- und Masterstudiengang)
  • Anerkennung der Abschlüsse und -abschnitte
  • Qualitätssicherung
Deutschland hat das zweistufige Studiensystem im Jahr 2002 in das Hochschulrahmengesetz aufgenommen: Die Bachelor- und Masterstudiengänge werden in das Regelangebot der Hochschulen überführt. Das zweistufige Studiensystem wird über modularisierte Studiengänge realisiert: Die Studiengänge setzten sich aus mehreren Einzelmodulen zusammen, die international kompatibel sind und damit eine Grundlage für mehr Mobilität im Studium bilden. Mit der Einführung von Bachelor-/Masterstudiengängen wurde eine Reform der Studieninhalte beschlossen, deren Qualität es zu sichern und zu verbessern gilt.

Evaluation und Akkreditierung

Statt wie bisher durch Prüfungsordnungen, die den einzelnen Studiengängen von außen weitgehend vorgegeben werden, haben die Anbieter - Fächer, Lehrstühle, Institute - die Chance, ein Studienangebot eigenständig zu definieren und zu entwickeln. Akkreditierungsagenturen prüfen, ob die Qualität der entwickelten Bachelor- und Masterstudiengänge fachlichen Qualitätsstandards und bestimmten Strukturvorgaben entsprechen.

Die auf diese Weise eingeräumte Autonomie erfordert jedoch ein Gegengewicht und das lautet: Evaluation. Im Zuge der Akkreditierung dieser modularisierten Studiengänge an der Friedrich-Schiller-Universität Jena werden fachspezifische Konzepte zum Qualitätsmanagement in der Lehre benötigt. Das Universitätsprojekt Lehrevaluation steht den beteiligten Instituten und Fakultäten bei der Einführung ihres Qualitätsmanagements zur Seite. Gemeinsam mit Vertretern der jeweiligen Fächer wird hierbei jeweils ein Konzept entwickelt und schrittweise umgesetzt. Ziel ist es, systematisch und regelmäßig Informationen über die Qualität der Lehre einzuholen. Diese Informationen sollen in effektiver Weise in eine interne Diskussion fließen, damit Maßnahmen abgeleitet werden können, die zu einer spürbaren und nachhaltigen Verbesserung des Lehr- und Studienangebots im jeweiligen Fach beitragen.

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